I_37e9f95734In den Gruppen der Ranger (weiblich) und Rover (männlich) wollen wir unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen: etwas planen und dann auch durchführen; uns grundsätzlich mit Themen auseinandersetzen, aber dann auch etwas wagen; für andere etwas tun und Probleme in unserer Umwelt erkunden.

Die 16-21 jährigen Mitglieder treffen sich in Ranger-/Roverrunden. Diese Runden gestalten ihr Programm weitestgehend allein. Ein Mentor ersetzt die klassische Führungsstruktur.

Die Arbeit an Projekten ist der inhaltliche Schwerpunkt. Ranger und Rover können sich so über einen längeren Zeitraum intensiv mit einem Thema beschäftigen.

Der R/R-Verteiler für ganz Spontane

 

Wir wollen sicher gehen, dass es sich nicht um Spam handelt.

 

Die Hauptmethode in der Ranger- und Roverstufe ist die Projektarbeit.

D_21d5be314dDas Projekt ist eine Arbeitsform, in der sich Ranger und Rover intensiv und planvoll mit einer Sache (zum Beispiel einer Fahrt), einem Thema (zum Beispiel Pfadfinder im dritten Reich), einer Situation oder einem Problem auseinander setzen können. Ein Projekt hat ein klares Ziel, auf das mit der ganzen Gruppe hingearbeitet wird. Die Projektmethode passt besonders gut zur Ranger-/Rover-Stufe, weil sie sehr effektiv bewusstes und reflektiertes Handeln vermittelt. Die Umsetzung eines Projektes wird in vier Arbeitsphasen aufgeteilt, um eine möglichst sorgfältige Planung, einen reibungslosen Ablauf und eine vernünftige Auswertung des Projektes sicherzustellen: Ideenfindung, Vorbereitung, Durchführung, Auswertung.

Eine Sonderform der Projektarbeit ist das Serviceprojekt, das an reale gesellschaftlich relevante Probleme in eurer Umwelt anknüpft. Ein solches Projekt strahlt aus den Pfadfindern heraus in eure Umgebung aus und stellt eine “gute Tat” dar, die eure R/R-Runde gemeinsam durchführt.

Doch es gibt weitere Methoden, die angewendet werden:

Die Wache

Die Wache ist eine eigene Arbeitsform für die Ranger/Roverstufe, die eine Zeit und einen Raum zum Nachdenken über die eigenen Lebensvorstellungen und -ziele zur Selbstreflexion geben will. Besonders bietet sie sich an als Ritual für bzw. vor der Aufnahme als Ranger/Rover, doch sie sollte nicht nur dann stattfinden. Ein möglicher Ablauf einer Aufnahme-Wache könnte folgendermaßen aussehen: Die künftigen Ranger/Rover treffen sich während eines Lagers am Abend der Aussendung zur Wache – möglichst spät, wenn alles ruhig ist und niemand mehr über den Platz rennt – in einer Runde am Feuer. Beginn und Ende der Runde sollten eine feste Form haben, damit die Teilnehmer auf das Ereignis eingestimmt sind. Mit einigen Erklärungen zum konkreten Ablauf der Wache leitet der Mentor/die Mentorin das Gespräch ein. Vor allem soll das Gespräch am Feuer auf die inhaltlichen Aspekte der Wache einstimmen. Dann ziehen sich die Ranger und Rover zurück, verbringen die Nacht zum Nachdenken und selbstrekfletieren zu einem bestimmen Thema. Dies kann das eigene Pfadfinderleben betreffen, Gesetz und Versprechen, aber auch Themen wie der eigene Glaube, das Beziehungsleben, wo man im Leben hinmöchte etc. Am nächsten Morgen kommen alle Ranger und Rover wieder zusammen, es gibt einen gemeinsamen Abschluss.

 

Die Streife

Die Gruppe trifft sich, um eine Situation und/oder ein bestimmtes Thema zu “streifen”. Das Besondere an sich festzustellen, Dinge zu erleben und zu spüren, die dem Betrachter beim zufälligen Vorbeikommen vielleicht verborgen geblieben wären, ist Inhalt der Streife. Hierbei geht es nicht darum, alle Hintergründe und Geheimnisse zu erfassen, sondern vielmehr um Sinneswahrnehmung.
Eine Streife kann im Prinzip überall stattfinden – nur nicht im eigenen Heim. Sie ist aber auch kein Heimabend draußen, sondern es geht eher um bestimmte Sinneswahrnehmungen, die man sonst nicht hat. Das heißt konkret: Man nähert sich einem Motto oder Thema mal nicht intellektuell mit dem Kopf, sondern kreativ mit den Sinnen: hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen.
Die Streife sollte nicht länger als einen Heimabend dauern, denn man streift ja nur ein einzelnes Thema. Auch sollte man sich auf nur einen Ort und nur ein Thema konzentrieren, alles was darüber hinaus geht, ist schon zu ausführlich.

 

Die Kundschaft

Die Kundschaft ist eine Arbeitsweise, die man als “aktive Informationsbeschaffung” beschreiben kann. Ihr sucht ein Thema, das euch interessiert und auch zu eurer aktuellen Umgebung passt. Sammelt eure Vorstellungen dazu, macht euch auf den Weg und schaut, was ihr zu eurem Thema herausfindet. Dies geschieht im Gegensatz zur Streife nicht mit den Sinnen, sondern intellektuell mit dem Kopf. Die Kundschaft kann über einen Tag oder sogar über Nacht gehen. Eine zweite Variante ist beispielsweise ein netter Programmpunkt auf einem längeren Lager, um mal aus dem Lager herauszukommen und Land und Leute kennen zu lernen. Die Kundschaft ist in sofern eine Art Hajk mit einer bestimmten Aufgabe bzw. einer bestimmten Fragestellung.Die Arbeitsform eignet sich auch sehr gut, um in einem fremden Team zu einem guten Ergebnis zu kommen. Zum Schluss sollten Ergebnisse immer dokumentiert und vorgestellt werden.

 

Fahrt und Großfahrt

”Auf Fahrt gehen” meint hier, jede Nacht woanders zu schlafen, das Zielgebiet zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Kanu erkunden, stets in Bewegung zu sein, viele Eindrücke mitzunehmen und sich ganz auf das erwanderte Gebiet einzulassen. Leider ist die Tradition des ”Auf-Fahrt-Gehens” in vielen unserer Stämme eingeschlafen und in manchen Gruppen spricht man schon von einer ”Fahrt”, wenn es tatsächlich nur ins Zeltlager geht. Vielerorts sind daher falsche Annahmen über die Fahrt in Umlauf – insbesondere die Anforderungen an Planungsaufwand und Fähigkeiten der Teilnehmer werden gerne massiv überschätzt.

 

Das Abendlager

Das Abendlager ist eine ideale Möglichkeit, um den Alltag der anderen Ranger und Rover in der Runde besser kennen zu lernen und zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Abendlager bedeutet, dass jeder von euch morgens zur Schule oder zur Arbeit geht und seine täglichen Aufgaben erledigt. Danach trefft ihr euch wieder in eurem Domizil. Dies kann ein Pfadfinderheim oder zum Beispiel auch eine Ferienwohnung sein. Nachdem ihr dort eure Sachen wie Hausaufgaben, Lernen oder berufliches erledigt habt, verbringt ihr den Abend gemeinsam mit Kochen oder bei Tischspielen, Gitarre spielen und Tschai. Für eine gewisse Zeit lebst du mit deiner Runde also in einer Art Wohngemeinschaft.

 

Als Ranger und Rover hat man fast unbegrenzte Möglichkeiten, sei es als Teilnehmer von Roverway und Rovermoot, als Staff oder IST (International Service Team) bei einem internationalen Zeltplatz oder Lager und in einem Zweierteam bei der “Explorer Belt Expedition” (EBE). Ihr müsst es nur tun!

 

Viele weitere Ideen und Anregungen bekommt ihr im Kursbuch für Ranger und Rover. Ihr könnt es im Landesbüro bestellen.

Infos zur Stufe gibt es bei alex(at)vcp-rps.de.

 

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