Fragen und Antworten

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund ums Pfadfinden

Was Pfadfinder*innen machen hängt davon ab in welcher Altersstufe sie aktiv sind. Diese Stufen orientieren sich an der individuellen, altersabhängigen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Das pädagogische Konzept des VCP, die „Stufenkonzeption“ beinhaltet altersgerechte Methoden und Entwicklungsziele.. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass sich Pfadfinder*innen regelmäßig in wöchentlichen Gruppenstunden treffen. Dort wird gebastelt, Spiele gespielt, gesungen und vieles mehr. Außerdem nehmen wir an selbst organisierten Freizeiten, sogenannten Pfadfinderlagern teil. Auch gehen wir auf „Fahrt“ – so nennen wir mehrtägige Reisen und Wanderungen. Auf Lagern und Fahrten erkunden wir unsere Umgebung aber auch fremde Regionen und Länder.
Ab 14 Jahren übernehmen viele Jugendliche bei uns auch Leitungsfunktionen – so wird man Gruppenleiter*in oder sogar Stammesführer*in und ermöglicht so dem Nachwuchs, eigene Erfahrungen zu sammeln und durch Tun zu Lernen (Learning by Doing).

Wölflinge

Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren sind in der Kinderstufe im VCP organisiert. In RPS nennen wir diese Altersstufe Wölflingsstufe. Kinder werden langsam an das Pfadfinden herangeführt und werden auf ihre weitere Zeit als Pfadfinder*innen spielerisch vorbereitet. Dem liegt eine Spielidee zugrunde, die auf dem Dschungelbuch nach Rudyard Kipling basiert.
Die Kinder sind in kleinen Gruppen, sogenannten „Rudeln“, organisiert. Jedes Rudel gibt sich seinen eigenen Namen. Der oder die Gruppenleiter*in heißt „Akela“ und ist sozusagen der Leitwolf der Gruppe. Alle Rudel in einem Stamm heißt „Meute“.

Jungpfadfinder*innen und Pfadfinder*innen

Die Pfadfinder*innenstufe ist die zentrale Stufe. Hier treffen sich die 11- bis 16jährigen in Sippen unter der Leitung ihres*r Sippenführer*in einmal in der Woche in der sogenannten „Sippenstunde“. Diese Gruppenstunden können sie aber auch schon aktiv mitgestalten und umsetzen. Als Pfadfinder*in fährt man auf Pfadfinderlager in den Ferien oder geht gemeinsam mit der Sippe auf „Fahrt“
Pfadfinden heißt, Neues entdecken, in der Natur und der Gesellschaft Zusammenhänge zu beobachten und zu begreifen.

Ranger*Rover

In den Gruppen der Ranger und Rover wollen wir unsere Projekte selbst in die Hand nehmen: etwas planen und dann auch durchführen; uns grundsätzlich mit Themen auseinandersetzen, aber dann auch etwas wagen; für andere etwas tun und Probleme in unserer Umwelt erkunden.
Die 16-21-jährigen Mitglieder treffen sich in Ranger*Roverrunden. Diese gestalten ihr Programm weitestgehend allein. Ein*e Mentor*in steht auf Wunsch der Gruppe beratend zur Seite, es gibt keine*n klassische*n Gruppenleiter*in.
Die Arbeit an Projekten ist die zentrale Methode der Ranger*Rover-Stufe. Ranger und Rover können sich so über einen längeren Zeitraum intensiv mit einem Thema beschäftigen.

Erwachsenenstufe

Wer der Idee einmal verfallen ist, bleibt dem Abenteuer Pfadfinden sein Leben lang verbunden. Auch wenn Pfadfinden eine Jugendbewegung ist, gibt es bei uns viele engagierte Menschen, die älter als 21 Jahre sind. Dabei wollen wir jungen Pfadfinder*innen nicht im Weg stehen und ihnen den Raum geben sich auszuprobieren. Doch in unserem Verband gibt es genug weitere Aufgaben, sei es zum Beispiel die Interessenvertretung in politischen Gremien, die Führung eines Rechtsträgers oder die Organisation von Großlagern für aktive Pfadfinder*innen.

Den christlichen Glauben leben wir beispielsweise durch Andachten oder das Singen vor dem gemeinsamen Essen. Vor allem aber der alltägliche Umgang miteinander ist durch unsere christlichen Werte geprägt. So orientieren wir uns in unserem Handeln am Evangelium nach Jesus Christus.

Dazu gehört beispielsweise auch, dass Jugendliche und Erwachsene anderer Konfession- oder Glaubensrichtungen Mitglieder unserer Gemeinschaft sind.
Viele unserer Gruppen sind außerdem in Kirchengemeinden beheimatet. So sind die Gruppenräume in Gemeindezentren Treffpunkt und Zuhause für uns Pfadfinder*innen. Daneben nehmen wir auch am Gemeindeleben teil, bieten in der Gemeinde regelmäßige Jugendarbeit an und helfen zum Beispiel auch bei der Organisation und Durchführung von Gemeindefesten.

Mittlerweile gehören wir auch selbstverständlich zum Deutschen Evangelischen Kirchentag und dem Ökumenischen Kirchentag. Dort engagieren wir uns als ehrenamtliche Helfer*innen.

In der Weihnachtszeit verteilen wir das Friedenslicht aus Bethlehem. Bei dieser seit 1986 jährlich stattfindenden Aktion wird ein in Bethlehem entzündetes Licht über Wien in über 30 europäische Länder gebracht. In vielen von Pfadfinder*innen organisierten Gottesdiensten wird das Licht dann an Menschen in der Stadt und Region verteilt.

Darüber hinaus feiern viele Stämme in der Adventszeit eine Waldweihnacht. Bei dieser Tradition kommen bei Dunkelheit und Feuerschein Pfadfinder*innen sowie ihre Familien zusammen und feiern den Advent.

Die Pfadfindergesetze gehen auf den Gründer der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell, zurück der diese erstmals formulierte. Mit den Jahren wurden die Gesetze an den aktuellen Zeitgeist angepasst. So stellen diese Gesetze für uns auch heute noch einen Orientierungsrahmen dar. Die Pfadfindergesetze des VCP Rheinland-Pfalz/Saar lauten:

Christliche Pfadfinderinnen und Pfadfinder …

  1. … sind aufrichtig in Gedanken, Worten und Taten.
  2. … sind zuverlässig und hilfsbereit.
  3. … verlieren in Schwierigkeiten nicht den Mut.
  4. … schützen die Natur und bewahren die Schöpfung.
  5. … leben einfach und können verzichten.
  6. … fügen sich aus freiem Willen in die Gemeinschaft ein.
  7. … sind kameradschaftlich und treu.
  8. … setzen sich für Frieden ein und lösen Streit ohne Gewalt.
  9. … nehmen Rücksicht und achten ihre Mitmenschen.
  10. … tragen zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder auf aller Welt bei.

Die pfadfinderischen Grundsätze „Learning by Doing“ und „Look at the Child“ sind für uns ebenfalls von großer Bedeutung. So lernen wir durch unser Tun und Ausprobieren und haben die individuellen Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen im Blick. Darüber hinaus gilt für uns im VCP RPS der Leitsatz der deutschen Jugendbewegung: „Jugend führt Jugend“. Dadurch schaffen wir eigene Erfahrungs- und Erprobungsräume für Jugendliche.

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im VCP lebt von vertrauensvollen Beziehungen. Dieses Vertrauen darf nicht zum Schaden von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt werden. Wir stärken und schützen die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen und lehnen jegliche Form von körperlicher, seelischer und verbaler Gewalt ab. Grundlage unserer Präventionsarbeit ist die VCP-Handreichung „achtsam & aktiv“.

Auf Bundes- und Landesebene gibt es speziell geschulte Ansprechpartner*innen zu Fragen von Grenzverletzungen sowie zur Prävention sexualisierter Gewalt. Sie helfen weiter, wenn es Beratungsbedarf gibt. Professionelle Hilfe gibt es außerdem bei entsprechenden Fachberatungsstellen.

Ansprechpartner*innen im VCP Rheinland-Pfalz/Saar sind der*die Jugendbildungsreferent*in im Landesbüro sowie ehrenamtliche Vertrauenspersonen, die ihr telefonisch oder per E-Mail erreichen könnt.
Auf dieser Seite findest du mehr Informationen zu unseren Vertrauenspersonen, der Handreichung „achtsam und Aktiv“ sowie eine Liste mit Fachberatungstellen. [Link zu “Kontakt” und “Achtsam und Aktiv”]

Grundsätzlich ist der VCP von der Ortsgruppe bis zur Bundesebene demokratisch aufgebaut und ehrenamtlich geführt. Mitverantwortung und Mitbestimmung sind zwei der wesentlichsten Grundlagen in der Pfadfinderarbeit. Die Erziehung zur Demokratie ist eine der wichtigsten Aufgaben unseres Verbandes.

Ortsebene

Die Stämme sind die Ortsgruppen des VCP: Hier finden in kleinen Gruppen die wöchentlichen Gruppenstunden statt. Diese Gruppen heißen Rudel oder Sippe. Die Rudel oder Sippen haben in der Regel ein bis zwei Gruppenleiter*innen.
Im Stammesrat werden Aktionen geplant und Probleme besprochen. Die Stämme werden von einer Stammesführung geführt.

Regionale Ebene

Auf regionaler Ebene ist der VCP in Bezirke oder Gaue unterteilt. Im VCP Rheinland-Pfalz/Saar gibt es neun Bezirke bzw. Gaue. Diese werden jeweils von einem ehrenamtlichen Team geführt welches wiederum ihren Bezirk oder Gau auf Landesebene vertritt.

Landesebene

Der VCP RPS wird von einem ehrenamtlichen Landesvorstand, der sogenannten Landesführung, geleitet. Die Landesführung besteht aus eine*r oder mehreren Landesführer*innen sowie Beauftragten für Stufenarbeit, Schulung und beispielsweise die Planung eines Landeslagers.
Wichtige Gremien auf Landesebene sind der Landesrat mit Vertreter*innen der regionalen Ebene sowie die jährlich zusammenkommende Landesversammlung mit Delegierten aus allen Stämmen.

Bundesebene

Die ehrenamtliche Bundesleitung leitet die Arbeit des Verbandes. Dazu gehören die Bundesvorsitzenden, der*die Schatzmeister*in, Referent*innen der Bundesleitung sowie der*die hauptamtliche Generalsekretär*in. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesrat, in dem jedes VCP-Land eine Stimme hat. Delegierte der Länder fahren auf die einmal jährliche stattfindende Bundesversammlung.

Internationale Ebene

Pfadfinden ist über die zwei Weltverbände WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts) und WOSM (World Organisation of the Scout Movement) organisiert. Wir sind Teil beider Verbände über den Ring deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Der VCP-Mitgliedsbeitrag setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. In Rheinland-Pfalz/Saar sind das ein Bundesbeitrag und einen Landesanteil. Für Familien sowie für den Fall, dass Mitglieder den Betrag aus finanziellen Gründen nicht aufbringen können, gibt es die Möglichkeit eine Ermäßigung zu beantragen. Uns ist es wichtig, dass jede*r Pfadfinder*in sein kann, der*die möchte!

Im Mitgliedsbeitrag inbegriffen sind eine Haftpflichtversicherung, vergünstigte Konditionen bei unserem Ausrüster „Freizeit und Fahrtenbedarf“, unsere Verbandszeitschrift „Auf neuem Pfad“, unsere Landeszeitschrift „Splitter“, regelmäßige Schulungen sowie der Zugang zu Veranstaltungen wie dem Landes- und Bundeslager.

Beiträge für Lager und Fahrten sind nicht im Mitgliedsbeitrag inbegriffen und müssen extra gezahlt werden. Sollte es Schwierigkeiten dabei geben, Geld für die Lagerbeiträge aufzubringen, bieten regionale Ämter Unterstützung an. Darüber hinaus kann es auch durch die Gruppe vor Ort oder einen Förderverein Hilfe geben. Jede*r sollte mitkommen können!Viele Stämme bieten die Möglichkeit, Ausrüstung und Trachten die zu klein geworden sind zu tauschen und helfen gerne auch bei der Erstausrüstung (Schlafsack, Isomatte, Rucksack) aus. Sprich dafür auch einfach den*die Gruppenleiter*in an.

Deinen genauen Beitrag kannst du hier berechnen. [Vcp.de/beitrag]

Mehr Informationen zum Mitgliedsbeitrag und, Anträge auf Ermäßigung findest du hier.[ https://www.vcp.de/service/mitgliedschaft/]

Zuerst solltest du dir einen Pfadfinderstamm suchen. Sollte kein Stamm in deiner Nähe sein, kontaktiere gerne das Landesbüro.

Eine Übersicht, wo es VCP-Pfadfinder*innen in Rheinland-Pfalz und im Saarland gibt findest du auf unserer Landkarte. [Link zur Karten Seite einfügen]

Über eine Kontaktaufnahme mit der Stammesführung kann dann der Termin der dem Alter entsprechenden Gruppenstunde herausgefunden werden. Nach der Teilnahme an einer ersten Gruppenstunde sollte dann die Anmeldung im VCP erfolgen.

Das Halstuch erhält man bei der Aufnahme als Pfadfinder*in. Dieses Ritual findet oft bei größeren Aktionen wie Lagern statt und wird von jedem Stamm individuell gestaltet.

Die Schulungsarbeit in unserem Land stellt einen wichtigen Bestandteil unserer Arbeit dar. Ziel der Schulungen ist es, Jugendliche zu Gruppenleitungen auszubilden. Diese Schulungen bereiten aber auch auf die Zukunft, zum Beispiel das Berufsleben, vor.

Schulungen im VCP-Land Rheinland-Pfalz/Saar finden auf mehreren Ebenen statt. Die Schulung zum*r Gruppenleiter*in findet in der Regel auf Gau-/Bezirksebene statt.

Auf Landesebene findet im Rahmen der sogenannten „Turmuni“ die Weiterbildung für Mitarbeiter*innen in den Stämmen und Stammesführungen statt. Hier wird unter anderem auf strategische Organisationsentwicklung, Moderationstechniken oder Öffentlichkeitsarbeit intensiver eingegangen.

Wir passen unsere Schulungen immer wieder an aktuelle Themen und Herrausforderungen an. Dazu befinden wir uns auch im Austausch mit der Fachgruppe Schulung auf Bundesebene. Für diesen Bereich unserer Arbeit haben wir außerdem ein Referat in der Landesführung.