Liebe Pfadfinderfreundin, lieber Pfadfinderfreund,
Unser Heilsbachtreffen wollen wir am Europa-Denkmal beim St. Germannshof beginnen und das in einer Zeit, in der sich in der EU Fragen stellen, von denen die jungen, europabegeisterten Schlagbaumstürmer von 1950 noch nichts wissen konnten. Herr Dr. Herbert Breiner, der sich mit dem damaligen Ereignis als Autor beschäftigt, wird uns dazu berichten. Am Samstag wollen wir den Spuren des Wasgaujudentums nachgehen. „Ich kann’s nicht mehr hören!“ ist oft die Reaktion, wenn man von unseren ehemaligen jüdischen Mitbürgern spricht. Das ist verständlich, weiß man doch, was uns frühere Generationen und ein mörderisches System hinterließen. Scheu und Scham über das, was im Namen unseres Volkes möglich war, sollten uns aber nicht den Blick verstellen auf eine Jahrhunderte alte deutsch-jüdische Kultur mit großartigen Leistungen im geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich. Neben imposanten Synagogenbauten und Friedhofsanlagen des wohlhabenden Judentums in unseren Städten existierte ein Landjudentum, z. B. in der Pfalz und im Elsass, dessen Spuren schwerer zu finden sind. Herr Otmar Weber, Gymnasiallehrer für katholische Religion, Geschichte und Politik hat vor über 30 Jahren damit begonnen, kleine Kostbarkeiten des früheren Judentums im Wasgau zu erforschen und mit Überlebenden und Nachkommen Kontakte zu pflegen. Er ist darüber hinaus ein guter Kenner des Judentums und Autor verschiedener Fachbücher. Herr Weber wird uns führen in der Dahner Synagoge, die als Schreinerei die sog. „Kristallnacht“ überdauerte und auf dem jüdischen Friedhof bei Busenberg. Aus Respekt vor Gott und den Toten tragen Männer hier eine Kopfbedeckung (Mütze, Hut oder Kippa). Zum Gedenken kann man kleine Steine anstatt Blumen mitbringen.

An das Mittagessen kann sich für Wanderfreudige eine Tour durch die Wasgaulandschaft in ihren bunten Herbstfarben und mit ihren Buntsandsteinfelsen anschließen. Erich hat dazu in bewährter Weise wieder zwei Möglichkeiten ausgesucht:

  • Rund um den Jüngstberg und zur Kanzel = 3 Stunden oder
  • Rund um den Heidenberg = 1,5 Stunden.

Eine Alternative zur Wanderung wäre die Rückfahrt in unser Tagungshaus zur Mittagsruhe.

 

Wir freuen uns auf das Wiedersehen und ein gutes Zusammensein!

Euer Vorbereitungsteam Gerhard, Erich, Klaus, Uta, Heinz, Jürgen und Heinz

 

Hier die Einladung herunterladen!